Ameisenhaltung

Ein interessantes sowie lehrreiches Hobby nicht nur für Erwachsene und Insektenforscher stellt die Haltung von Ameisen dar. Es ist preiswert und einfach und man benötigt dazu kaum mehr als ein Formicarium, das sich sehr gut zur Beobachtung der Tiere eignet.

Der richtige Standort

Der Stellplatz des Formicariums sollte gut gewählt sein. Es sollten sich weder Lärmproduzenten, wie Computer oder Stereoanlage, noch Geräte, die Erschütterungen hervorrufen, wie bestimmte Spielekonsolen oder Sportgeräte, in der Nähe befinden. Ferner ist darauf zu achten, die Ameisenkolonie keinem direkten Sonnenlicht auszusetzen, damit im Sommer keine Überhitzungsgefahr droht und auch einem Austrocknen entgegen gewirkt wird. Ein kleiner Teil des Formicariums sollte jedoch Sonnenlicht abbekommen, da viele Arten ihre Larven zur schnelleren Entwicklung in die Sonne tragen.

Die Nahrung

Die meisten Ameisen sind Allesfresser. Um herauszufinden, was der Staat im Formicarium frisst, kann man einfach verschiedene Nahrungen angeboten werden: Regenwürmer, Maden, Fliegen und alle möglichen Insekten können probiert werden. Auch Samen können getestet werden – viele Arten reagieren darauf positiv und stellen das so genannte Ameisenbrot her.
Über tote Insekten erhält die Kolonie ihre Eiweißrationen. Um die Ameisen auch mit Vitaminen und Mineralien zu versorgen, sollte man ihnen ab und zu Honigwasser verabreichen, indem man einfach einen Teil Honig mit einem Teil Wasser mischt. Die natürlichste Methode ist allerdings, den Ameisen Blattläuse auf einer kleinen Pflanze zum Melken mit ins Formicarium zu geben.

Die Temperierung

Bei einheimischen Arten ist keine spezielle Heizung vonnöten. Bei Zimmertemperatur fühlen sich die Ameisen wohl, nur im Winter (von Oktober bis Anfang März) sollte das Formicarium einen kühlen Ort aufsuchen, um den Tieren ihre benötigte Winterruhe zu geben. Bei exotischen Arten sollte man sich dringend über die Temperaturbedingungen an ihrem Heimatort erkundigen und sie so gut wie möglich nachahmen.

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